Die Kraft des Spielens

Meine M├Ądels sind ÔÇ×Drau├čen-KinderÔÇť. Das war schon immer soÔÇŽDort gibt es keinen Streit und keine Langeweile. Ich sage immer scherzhaft: ÔÇ×nur f├╝r die Freilandhaltung geeignet!ÔÇť ­čśü
Ein sch├Âner Sp├Ątsommerabend, nur noch schnell eine kleine Runde Gassi vorm Abendessen. Zwischen Kochen und Kisten Auspacken vom Umzug.
Meine M├Ądels waren nicht begeistert, hatten sie doch soeben die Kiste mit den Wintersachen entdeckt und waren mitten im ÔÇ×VerkleidenÔÇť. Nach kurzer und stichhaltiger Argumentationskette, ging es also bei 25Grad mit dicken Winterm├╝tzen und Schals aufs FeldÔÇŽ­čą┤
Zur riesengro├čen Freude meiner beiden gro├čen Damen (unsere H├╝ndin freute sich ├╝brigens auch wie Bolle ­čśä), war das Feld frisch gem├Ąht und das Gras lag zum Trocknen ├ťberall verteilt.┬á
Es dauerte keine 2 Minuten und wir waren mitten in einem Schneesturm mit Schneeballschlacht, Schneemannbauen und Iglu Konstruktion. Eisprinzessinnen sprangen in ÔÇ×SchneebergeÔÇť und ich suchte mir einen gem├╝tlichen Platz am Rande des Heuberges und genoss die Abendsonne.
Denn schon in diesem Moment wusste ich, dass es heute kein gekochtes Abendessen mehr geben w├╝rde sondern eher ein Brot auf die Hand und das aus dem ausgiebigen Vollbad wohl eher eine kurze aber sehr notwendige Dusche werden wird ­čśůIch wollte sie auf keinen Fall noch ein zweites Mal aus ihrem Spiel holen, denn dann w├╝rde ich ihr Spiel nicht achten. Und es gibt schlie├člich nichts Wichtigeres als Spielen.┬á
Spielen ist f├╝r Kinder lebensnotwendig und ihre Hauptt├Ątigkeit. Dort wachsen sie, machen ihre Erfahrungen und erfahren ihre Umwelt. Der Grundstein f├╝r all ihre sp├Ąteren schulischen und beruflichen F├Ąhigkeiten wird dabei gelegt und die Entwicklung in allen Bereichen gef├Ârdert. Spielen formt also die ganze Pers├Ânlichkeit unserer Kinder und gleichzeitig hilft es ihnen auch ihre ganzen Erlebnisse und Eindr├╝cke zu verarbeiten und zu bew├Ąltigen. Also eine ÔÇ×win win Situation" f├╝r beide Seiten. Wie auch dieser AbendÔÇŽ Ich genoss eine unverhoffte Feierabendpause und meine 3 (eigentlich 4 ) M├Ąuse waren am Ende gl├╝cklich, zufrieden und m├╝de.­čśë
Nagut, es ging auf Kosten der K├╝rbisbolognese - die wurde nach knapp 1,5h durch ein K├Ąsebrot ersetzt ­čśü
Irgendwo habe ich mal den Vergleich gelesen, dass man auch keine Schulstunde unterbricht, um sein Kind heimzuholen, weil es f├╝r heute wirklich genug gelernt hatÔÇŽAlso wenn es die Situation zul├Ąsst, und das tut sie nicht immer - das kenne ich auch nur zu gut- dann lasst Eure Kinder Spielen! ­čĺÜ